Veranstaltungen
Kommende Veranstaltungen

Evangelisch sein – evangelisch bleiben? Christinnen und Christen in Ost- und Westdeutschland in den 1980er Jahren
16. – 18. September 2026 Evangelische Akademie Hofgeismar
Was bedeutete es in einer Zeit zahlreicher Krisensymptome evangelisch zu sein? Und warum blieb man evangelisch? Die Tagung thematisiert die Entwicklung des Protestantismus in beiden deutschen Staaten im letzten Jahrzehnt der Teilung und interpretiert sie als Vorgeschichte der gemeinsamen Gegenwart und ihrer Differenzen.
Wie veränderten sich in den 1980er Jahren Glaubensüberzeugungen und -praktiken, wie verquickten sich Wandel und Kontinuität in diesem Jahrzehnt in Kirche, christlichen Werken und Initiativen? Welche Aktivitäten und Positionierungen erfolgten im gesellschaftlichen Bereich, welche zivilgesellschaftlichen Vernetzungen kamen zustande und welche Wirkungen zeigten diese?
Namhafte Referentinnen und Referenten aus Theologie, Geschichtswissenschaft und Soziologie werden auf diese Fragen Antworten geben und sie zur Diskussion stellen.
Gemeinsam veranstaltet mit dem Lehrstuhl für Kirchengeschichte II der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU München und der Evangelischen Akademie Hofgeismar
Gefördert mit Mitteln der Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Tagungsprogramm
16. September 2026
Begrüßung
Pfarrer Bernd Kappes (Evangelische Akademie Hofgeismar)
Prof. Dr. Christopher Spehr (LMU München, Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte)
Grußworte
Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann (Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck)
Vizepräsident Dr. Stephan Schaede (Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland)
Einführung in das Tagungsthema
Prof. Dr. Claudia Lepp und Prof. Dr. Christopher Spehr, München
Sektion 1: Die 1980er Jahre in Kirche und Gesellschaft Ost- und Westdeutschlands
Moderation: Prof. Dr. Christopher Spehr, München
Religions- und kirchenstatistische Entwicklungen in beiden deutschen Gesellschaften
Prof. Dr. Clemens Albrecht, Bonn
Das letzte Jahrzehnt der Teilung. Die 1980er Jahre in beiden deutschen Staaten
Prof. Dr. Christiane Kuller, Erfurt
Kirchen- und theologiegeschichtliche Entwicklungen im geteilten deutschen Protestantismus
Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner, Siegen, und Prof. Dr. Harry Oelke, München
Empfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Grußwort Prälat Burkhard zur Nieden
17. September 2026
Sektion 2: Evangelisch sein und evangelisch bleiben in den Kirchen
Moderation: Prof. Dr. Maike Schult, Marburg
Vor dem Sturm. Ekklesiologische Konzepte im ost- und westdeutschen Protestantismus
Prof. Dr. Jan Hermelink, Göttingen
Zwischen Veränderungsdynamik und Stabilität – Reformen in den Kirchen
Dr. Kerstin Menzel, Leipzig
Evangelisch sein und bleiben in den ost- und westdeutschen Landeskirchen – als Frau
Prof. Dr. Gisa Bauer, Köln
Ostdeutsche Christenlehre und westdeutscher Religionsunterricht im Vergleich
JProf. Dr. Christiane Caspary, Koblenz
Moderation: Prof. Dr. Antje Roggenkamp, Münster
Wie klingt der Osten und wie der Westen? Kirchenmusik im geteilten Deutschland
Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Paderborn
Die Bedeutung von Jubiläen für die evangelische(n) Identität(en) in den 1980er Jahren
Prof. Dr. Thomas Martin Schneider, Koblenz
Moderation: Dr. Henning Pahl, Berlin
Mit Gott über Mauern springen? Ost-West-Kontakte von evangelischen Kirchengemeinden
Dr. Sonja Kruse, Frankfurt
Ökumene im ost- und westdeutschen Protestantismus
Prof. Dr. Andreas Müller, Kiel
Unterschiedlich herausgefordert: Diakonie in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland
Prof. Dr. Norbert Friedrich, Kaiserswerth
Sektion 3: Evangelisch sein und evangelisch bleiben in der Gesellschaft
Moderation: Prof. Dr. Siegfried Hermle, Köln
Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit im ost- und westdeutschen Protestantismus
Prof. Dr. Tim Lorentzen, Kiel
Ein Minenfeld? Der deutsch-deutsche Protestantismus und die Friedensfrage
Dr. Roger Mielke, Koblenz
Welche Demokratie? Protestantische Vorstellungen in Ost- und Westdeutschland
Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Münster
Der Himmel geht über allen auf – Eine (kirchen-)musikalische Reise durch die 1980er Jahre
Anne Hamburger, Sängerin, Dortmund
KMD Peter Hamburger, Pianist, Kassel
KMD Prof. Hartmut Naumann, Gitarrist, Hannover
18. September 2026
Sektion 3: Evangelisch sein und evangelisch bleiben in der Gesellschaft (Fortsetzung)
Moderation: Prof. Dr. Klaus Fitschen, Leipzig
Über Grenzen hinweg. Umweltpolitische Themen in protestantischen Diskursen
Prof. Dr. Anne Käfer, Münster
AIDS (-Angst) als Herausforderung für den Protestantismus in West- und Ostdeutschland
Prof. Dr. Claudia Lepp, München
Protestantische Ethiken? Die Haltung zur Fortpflanzungsmedizin und Gentechnik
Elisabeth Woehlke, München
Moderation: Dr. Dorothee Godel, Hannover
Protestantische Wirtschaftsethik(en) im geteilten Deutschland
Prof. Dr. Jörg Hübner, Tübingen
Schlussbetrachtungen
Moderation: Prof. Dr. Claudia Lepp, München
Evangelisch-Sein aus der Sicht des Katholisch-Seins – ein Tagungskommentar
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Potsdam
Vergangene Veranstaltungen
Belastende Objekte. Herausforderungen für die christliche und säkulare Erinnerungskultur
25. bis 27. September 2025. Butenschönhaus Landau
Die in den vergangenen Jahren leidenschaftlich geführten Debatten über die Entfernung von Objekten aus dem öffentlichen Raum, die nicht in das Wertesystem demokratischer Gesellschaften passen, haben auch den kirchlichen Bereich erfasst. Kirchliche Akteure befragen das eigene materielle Erbe auf seine Vereinbarkeit mit einem zeitgemäßen christlichen Selbstverständnis, das Demokratie und Menschenrechte respektiert. Gegenstände in kirchlichen Räumen, die für eine Verherrlichung von Militarismus, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus oder Kolonialismus stehen, gelten als belastet und führen zu Debatten über den richtigen Umgang mit ihnen. Innerhalb Deutschlands wurde der Streit um die Wittenberger »Judensau«, die „Hitlerglocke“ in Herxheim oder die Krippenfigur aus dem Ulmer Münster („Brezel-König“) bekannt. Und auch außerhalb der deutschen Grenzen werden Manifestationen christlicher Erinnerungskultur diskutiert, wie etwa das Beispiel des „Valle de los Caídos“ („Tal der Gefallenen“) zeigt, das − wie kein anderes − für das antidemokratische Narrativ der spanischen Franco-Diktatur (1939−1977) steht.
Die Tagung, die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Pfalz stattfindet, soll neben einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme erinnerungskulturellen Akteuren und Akteurinnen die Gelegenheit zu überregionaler Vernetzung bieten, einen methodisch fundierten Umgang mit den „belastenden Objekten“ ermöglichen und Impulse für einen Dialog mit Vertretern und Vertreterinnen ehemals kolonisierter Weltregionen setzen.
Flyer zur Tagung
Die Tagung wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung, Eberdingen.
Impressionen von der Tagung:

Nachwuchsworkshop
14. und 15. November 2024 in der Leucorea in Lutherstadt Wittenberg
Gefördert von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Einen Eindruck von der Tagung erhalten Sie hier.
Wer die Jugend hat, … Staat kontra Kirche in der frühen DDR
9. und 10. November 2024, Tagungs- und Begegnungsstätte Zinzendorfhaus
Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft mit der Stiftung Lutherhaus Eisenach, der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e. V., dem EKM-Landeskirchenarchiv Eisenach, der Evangelischen Akademie Thüringenund der Ludwig-Maximilians-Universität München
Programm und Informationen finden Sie hier.
Medien des Kirchenkampfes. Neue Perspektiven auf die innerprotestantische Auseinandersetzung während der NS-Diktatur
16. bis 18. Juni 2023. Tagungs- und Begegnungsstätte Zinzendorfhaus Neudietendorf
Kooperationspartner
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte
Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche
Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e. V.
Kirchliche Zeitgeschichte. Bilanz – Fragen – Perspektiven
27. und 28. Februar 2020. Würzburg
Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft mit der Kommission für Zeitgeschichte
Tagungsbericht: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8754
Publikation: Brechenmacher, Thomas / Kleinehagenbrock, Frank / Lepp, Claudia / Oelke, Harry (Hg.): Kirchliche Zeitgeschichte. Bilanz – Fragen – Perspektiven. Göttingen 2021.
Das Eisenacher „Entjudungsinstitut“. Kirche und Antisemitismus in der NS‐Zeit
18. bis 20. September 2019. Wartburg, Eisenach
Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte mit der Stiftung Lutherhaus Eisenach, der Wartburg Stiftung Eisenach und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Publikation: Spehr, Christopher / Oelke Harry (Hg.): Das Eisenacher „Entjudungsinstitut“. Kirche und Antisemitismus in der NS-Zeit. Göttingen 2021.
Christliche Friedensarbeit hat Geschichte. Zeitgeschichtliche Tagung zu 50 Jahre Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden
28. bis 29. März 2019. Bonn
Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte mit der AGDF, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, dem Institut für soziale Bewegungen und dem Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung.
Publikation: epd-Dokumentation Nr. 31–32 vom 30. Juli 2019.
Christliche Willkommenskultur? Die Integration von Migranten als Handlungsfeld christlicher Akteure in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
29. und 30. November 2018. München
Veranstaltet von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte und der DFG-Forschergruppe „Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik“.
Publikation: Lepp, Claudia (Hg.): Christliche Willkommenskultur? Die Integration von Migranten als Handlungsfeld christlicher Akteure nach 1945. Göttingen 2020.
Tagungsbericht: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8095
Deutsche evangelische Auslandsgemeinden im 20. Jahrhundert. Zwischen Nationalprotestantismus und Ökumene
14. bis 16. Juni 2018. London
Gemeinsame Tagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte mit dem Deutschen Historischen Institut London.
Publikation: Gestrich, Andreas / Hermle, Siegfried / Pöpping, Dagmar (Hg.): Evangelisch und deutsch? Auslandsgemeinden im 20. Jahrhundert zwischen Nationalprotestantismus, Volkstumspolitik und Ökumene. Göttingen 2020.
Tagungsbericht: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7836
30 Jahre Demokratiedenkschrift – Eine akademische Geburtstagsfeier
23. Februar 2016. Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Gemeinsame Tagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte mit der DFG-Forschergruppe FOR 1765.
Publikation: Heinig, Hans Michael (Hg.): Aneignung des Gegebenen – Entstehung und Wirkung der Demokratie-Denkschrift der EKD. Tübingen 2017.
Tagungsbericht: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=6493
Zwischen Verklärung und Verurteilung. Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes nach 1945
7. bis 9. November 2014. Dietrich Bonhoeffer Haus, Berlin
Publikation: Hermle, Siegfried / Pöpping, Dagmar (Hg.): Zwischen Verklärung und Verurteilung. Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus nach 1945 (AKiZ B 67). Göttingen 2017.
Tagungsbericht: http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5707
Bekennende Kirche und Unrechtsstaat
25. bis 27. April 2014. Evangelische Akademie Tutzing
Tagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte mit der Evangelischen Akademie Tutzing.
Publikation: Haerendel, Ulrike / Lepp, Claudia (Hg.): Bekennende Kirche und Unrechtsstaat. Bad Homburg 2015.



