Nachrichten

>> Zum Gedenken an das Novemberpogrom 1938

>> Oktober / November 2019: 30 Jahre Friedliche Revolution

Vor 30 Jahren fand die Friedliche Revolution in der DDR und der Fall der Berliner Mauer statt. Dies ist Anlass zu neuen Reflexionen über die Rolle von Christen und Christinnen sowie der Kirche in diesen Umbrüchen. Wer mehr über die historischen Ereignisse und Zusammenhänge erfahren möchte, dem seien nachfolgende zwei Publikationen aus den Reihen der EvAKiZ empfohlen:

Albrecht-Birkner, Veronika: Freiheit in Grenzen. Protestantismus in der DDR. Leipzig 2018.
Seit dem Ende der DDR ist auch über den Protestantismus in der DDR viel geschrieben worden. Im Zuge dessen ist es zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen gekommen. Sie reichen von sehr positiven Würdigungen vor allem angesichts der Rolle in der Friedlichen Revolution von 1989 bis zum Vorwurf vollständiger Anpassung an den DDR-Staat. Die zeitliche Nähe zum Geschehen bringt es mit sich, dass auch verschiedene damalige Akteure an den Deutungen der Geschichte nach wie vor beteiligt sind.
Der Band bietet einen knappen, allgemeinverständlichen Überblick über Phasen der Entwicklung und zentrale Themen des Protestantismus in der DDR unter Einbeziehung der Rezeptionsgeschichte. Dabei geht es um strukturelle und theologische Merkmale, die sich innerhalb der vom DDR-Staat gezogenen Grenzen - der äußeren wie der ideologischen - und ihnen zum Trotz auch unter der Signatur der Freiheit entfalteten.

Pelz, Birge-Dorothea: Revolution auf der Kanzel. Politischer Gehalt und theologische Geschichtsdeutung in evangelischen Predigten während der deutschen Vereinigung 1989/90. Göttingen 2018.
Auf Basis zumeist unveröffentlichter Sonntagspredigten wird gezeigt, welche Rolle die evangelische Kirche in den drei Nordbezirken der DDR 1989/90 einnahm. Wie wurden politische Ereignisse theologisch gedeutet? Welche politischen Schlussforderungen wurden gezogen? In welchem Verhältnis standen Alltagsbezüge und biblisches Wort in der Verkündigung? Und wie wurden die rasanten Ereignisse retrospektiv beurteilt und mit dem eigenen Glauben in Einklang gebracht? Das Ergebnis ist ein fundierter Eindruck davon, was Pastoren 1989/90 politisch dachten, glaubten und predigten und wie diese überzeugungen bis in die Gegenwart hinein transportiert und transformiert wurden. So bleibt die Betrachtung nicht bei der deutschen Einheit stehen, sondern die fortdauernde Wirkung der Zäsur von 1989/90 für das kirchliche Selbstverständnis in Norddeutschland wird untersucht: Welche Rolle nehmen die Ereignisse von 1989/90 in Predigten und Texten der vergangenen 25 Jahre ein? Inwiefern veränderten sich die Deutungen der friedlichen Revolution? Welche Rolle spielt das Wendejahr in der Identität der evangelischen Kirchen heute? Die Antworten leisten einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis der in der Nordkirche zusammengefassten Landeskirchen. Ein solches ist wesentlich für ein gelungenes Zusammenwachsen. Mit den Worten Bischof Gerhard Ulrichs: »Wer versteht, braucht keine Bilder vom anderen.«

>> 18. - 20. September 2019: Das Eisenacher ,Entjudungsinstitut'. Kirche und Antisemitismus in der NS-Zeit

Am 6. Mai 1939 - vor 80 Jahren - wurde im Hotel auf der Wartburg von evangelischen Theologen, Kirchenleitern und elf Landeskirchen das "Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben" (kurz: ,Entjudungsinstitut') gegründet. Mit seiner antisemitischen und völkisch ausgerichteten Ideologie war es bemüht, Ideen ähnlich disponierter (pseudo-)wissenschaftlicher Institute erstmals im kirchlichen Bereich umzusetzen. Diese von der ,Bekennenden Kirche' und einzelnen evangelischen Landeskirchen heftig kritisierte deutsch-christliche Einrichtung nahm unter der wissenschaftlichen Leitung von Professoren der Universität Jena ihre Tätigkeit in Eisenach auf und sammelte in Tagungen und Arbeitskreisen europaweit einen Unterstützerkreis. Das Institut steht in besonders exponierter Weise für einen deutschchristlichverantworteten wissenschaftlichen Antisemitismus in der NS-Zeit. Durch den Kriegsverlauf kam die Arbeit zunehmend zum Erliegen. Die Mitarbeiter dieses Instituts fanden nach Kriegsende neue Tätigkeiten in Wissenschaft und Kirche, so dass die Thematik bis heute Konfliktstoff birgt und über die bereits geleisteten Forschungen hinaus der weiteren soliden wissenschaftlichen Aufarbeitung bedarf.














Die Tagung knüpfte in interdisziplinärer Weise an die bisherigen Forschungen zum ,Entjudungsinsitut' an, kontextualisierte die Ideologie und Theologie der Einrichtung, verglich sie mit ähnlichen (pseudo-)wissenschaftlichen ,Instituten' und fragte nach dessen Wirkung und Auswirkung in Ost- und Westdeutschland. Flankiert wurde die Tagung durch die Eröffnung der Sonderausstellung "Erforschung und Beseitigung. Das kirchliche ,Entjudungsinstitut' 1939-1945" im Lutherhaus Eisenach sowie den christlich-jüdischen Begegnungstagen Achava in Eisenach.

Veranstaltet wurde die Tagung von der Stiftung Lutherhaus Eisenach, dem Wissenschaftlichen Ausstellungsbeirat der Stiftung Lutherhaus Eisenach, der Wartburg Stiftung Eisenach, der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie der Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte.

Tagungsberichte lesen Sie hier:
https://zeitzeichen.net/node/7848
https://www.tlz.de/regionen/eisenach/tagung-zum-entjudungsinstitut-mitarbeiter-blieben-nach-1945-in-evangelischer-kirche-unbehelligt-id227158511.html
 

>> 11. Juni 2019: Die "Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte" 2019 sind erschienen.


>> 28.-29. März 2019: Christliche Friedensarbeit hat Geschichte

   
Fotos: Dieter Junker
 

Ende März fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn eine zeitgeschichtliche Tagung zu 50 Jahre "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" statt. Zeitzeugen und Wissenschaftler reflektierten gemeinsam über fünf Jahrzehnte christlicher Friedensarbeit anhand von ausgewählten thematischen Schwerpunkten. Bei der Tagung handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung der AGDF, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, des Instituts für soziale Bewegungen und des Arbeitskreises Historische Friedens- und Konfliktforschung.

Die Vorträge der Tagung können nachgelesen werden in der epd-Dokumentation Nr. 31-32 vom 30. Juli 2019.
Eine Sendung von Peter Leusch über die Tagung mit Interviews mit der Historikerin Claudia Lepp, dem Soziologen Alexander Leistner und der Theologin Sarah Jäger können Sie hier hören:
Deutschlandfunk MP3.
 

>>7. Januar 2019: Vor siebzig Jahren fand die erste EKD-Synode statt

Hören Sie hierzu den Beitrag im Deutschlandfunk mit Karl-Heinz Fix:

sowie den Beitrag in Bayern 2 mit Claudia Lepp und Karl-Heinz Fix:
 

>>14. Dezember 2018: Kirchen in Mitteleuropa über das Epochenjahr 1918. Das Ende des ersten Weltkrieges in den Erinnerungen der protestantischen Kirchen Mitteleuropas

       
Fotos: S. Hermle


Die Konferenz im Prager Wallenstein-Palais wurde vom Senat des Parlaments der Tschechischen Republik und der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder veranstaltet. Partner waren die Evangelische Theologische Fakultät der Karlsuniversität Prag, der Ökumenische Rat der Kirchen in der Tschechischen Republik, die Evangelische Kirche in Deutschland sowie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. Letztere war durch Peter Morée und Siegfried Hermle vertreten.
https://www.senat.cz/cinnost/galerie.php?aid=22218


>>29./30. November 2018: Christliche Willkommenskultur? Die Integration von Migranten als Handlungsfeld christlicher Akteure in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Fotos: N. A. Schulze
 

Auf der Tagung in München fragten 12 Referentinnen und Referenten konfessions- und länderübegreifend nach Art und Motiven des Beitrags christlicher Akteure, Akteursgruppen und Institutionen zur Integration von Migranten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Tagung wurde unter der Leitung von Claudia Lepp von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte und der DFG-Forschergruppe "Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik" veranstaltet.

Einen Tagungsbericht von Luise Poschmann finden Sie hier.
 

>>27. Juni 2018: Neue Ausgabe der "Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte" erschienen


>>14.-16. Juni 2018: Tagung zu deutschen evangelischen Auslandsgemeinden in London

      
Fotos: C. Lepp

Vom 14. bis 16. Juni 2018 veranstaltete die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut London eine Tagung unter dem Titel "Deutsche evangelische Auslandsgemeinden im 20. Jahrhundert. Zwischen Nationalprotestantismus und Ökumene".
18 Referenten sprachen vor dem Hintergrund der von Deutschland ausgehenden Migrationsbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert über die Beziehungen deutscher evangelischer Auslandsgemeinden zu ihren Gastländern und Deutschland. Im Zentrum der Vorträge standen die durch Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg in Gang gesetzten Brüche und Neurorientierungen des religiösen und kulturellen Selbstverständnisses der Auslandsgemeinden.

Hier finden Sie einen Tagungsbericht von Gisa Bauer: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7829

 

>>26. Februar 2018: Online-Ausstellung in HTML 5

Die Online-Ausstellung "Widerstand!? Evangelische Christinnen und Christen im Nationalsozialismus" ist seit heute in der interaktiven Version in HTML5 aufrufbar. 

 

>>30. November 2017: Akademische Gedenkfeier für Carsten Nicolaisen

 
Foto: N. A. Schulze

Auf Einladung des Dekans der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität  München und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte fand am Abend des 30. Novembers ein Akademisches Gedenken an Prof. h.c. Dr. Carsten Nicolaisen statt. Prof. em. Dr. Jens Holger Schjørring, ein langjähriger Weggefährte des Verstorbenen, hielt einen Vortrag zu "Deutschland und Skandinavien. Aspekte der Beziehungen in Kirche und Theologie zwischen 1933 und 1970". 
 

>>3. November 2017: Martin Greschat verstorben

Vom Jahr 1975 an hat der Kirchenhistoriker Martin Greschat als Mitglied der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte deren Geschicke entscheidend mitbestimmt. Vielfach hat er ihre Arbeit mit seiner fachwissenschaftlichen Expertise in Ausschüssen, mit Gutachten, Berichten und Publikationen gefördert. Martin Greschat ist am 3. November 2017 im Alter von 83 Jahren verstorben.
 

>>24. Oktober 2017: Genosse Luther

Am 24. Oktober 2017 um 20.15 Uhr zeigt der rbb die Dokumentation "Genosse Luther". Der Filmemacher Reinhard Joksch nimmt die gemeinsamen Aktivitäten von SED und Kirche im "Lutherjahr" 1983 zum Anlass, das Verhältnis von Staat und Kirche zu untersuchen. Zu Wort kommen in der Dokumentation Kirchenvertreter und einstige DDR-Politiker, Christen und Atheisten, Theologen und als Historikerin Claudia Lepp. 
 

>>September 2017: Neue Buchreihe

Christentum und Zeitgeschichte (CuZ)
Herausgegeben von Siegfried Hermle und Harry Oelke

Die gravierenden Umbrüche der Gegenwart fordern auch das Christentum heraus. Darin wirkt ein wechselvolles, spannungsgeladenes und durch historische Brüche gekennzeichnetes 20. Jahrhundert deutscher, europä­ischer und globaler Geschichte nach, das der weiteren Aufarbeitung bedarf.

Die Beiträge der Reihe »Christentum und Zeitgeschichte« greifen herausfordernde Themen auf und fragen direkt und unverstellt nach deren christlichen Anteilen und kirchlichen Beziehungen. Wissenschaftlich fundiert und eingängig aufbereitet wollen sie dazu beitragen, die Gegenwart zeitgeschichtlich kennen und deuten zu lernen.

Christentum und Zeitgeschichte (CuZ), Band 1
Thomas Martin Schneider: Wem gehört Barmen? Das Gründungsdokument der Bekennenden Kirche und seine Wirkungen

Siehe die Rezension von Peter Steinbach in der FAZ 14.03.2018

 

>>28. Juni 2017: Neue Ausgabe der "Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte" erschienen

 

>>12. April 2017: Nachruf auf Prof. h.c. Dr. Carsten Nicolaisen (1934-2017)

Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte trauern um Prof. h.c. Dr. Carsten Nicolaisen, der am 12. April 2017 im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Insbesondere durch seine langjährige Tätigkeit im Rahmen der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft verliert die Fakultät einen prägenden Wissenschaftler der Kirchlichen Zeitgeschichtsforschung.

Ein ausführlichen Nachruf auf Carsten Nicolaisen von Prof. Dr. Harry Oelke steht hier zum Download bereit. 

 

 >>Dezember 2016: Feierliche Präsentation des Regionalteils "Rheinland"

             

Fotos: Tobias Kemberg

Am 12. Dezember fand im Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth eine feierliche Präsentation des Regionalteils "Rheinland" statt. Nach einer Begrüßung durch den OStD i. K. Michael Jacobs führte Prof. Dr. Claudia Lepp (per Skype) in die Online-Ausstellung "Widerstand!?" ein. Im Anschluss sprach der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Pfr. Manfred Rekowski. Ihm folgten Beiträge von Prof. Dr. Thomas Martin Schneider, Prof. Dr. Andreas Mühling, Dr. Simone Rauthe, Melina von der Linden und Louise Westermann vom TFG zum rheinischen Regionalteil. Zur musikalischen Gestaltung trugen die Schülerinnen und Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums bei.
 

>>Oktober 2016: Regionalteil "Rheinland" online

http://de.evangelischer-widerstand.de/#/zeiten/19331934/?tab=22

Nach "Bayern", "Württemberg" und "Mitteldeutschland" ist nunmehr der Regionalteil "Rheinland" freigeschaltet. Er handelt von der besondere Situation und Entwicklung auf dem Gebiet der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland. Hier findet man etwa die frühe Mahnerin Ina Gschlössl, eine Kölner Vikarin, die bereits 1932 angesichts des Rassenwahns der Nazis warnte: "Wer heute hetzt, mit Gewalttat droht, der hat sich morgen mit der Schuld für Totschlag und alle Rohheit belastet." Aber auch der überzeugte Nationalsozialist und SA-Sturmführer Heinrich Oberheid wird gezeigt, der mit Unterstützung der nationalsozialistisch orientierten "Deutschen Christen" 1933 für kurze Zeit zum evangelischen "Bischof von Köln-Aachen" aufstieg. Ebenso kann man sich über bekannte Persönlichkeiten der "Bekennenden Kirche" wie Paul Humburg aus Wuppertal-Barmen informieren und wird dabei vielleicht erstaunt feststellen, dass derselbe Pfarrer, der 1936 mutig gegen "eine Vergewaltigung der Kinder" durch die Nazipropaganda anpredigte, 1933 selbst noch ein Loblied der evangelischen Jugend auf Adolf Hitler gedichtet hatte. Die Involvierung kirchlicher Einrichtungen in das NS-System der Zwangsarbeit wird ebenso beleuchtet wie die vielfältigen Versuche nach 1945, den 1939 im KZ Buchenwald ermordeten Hunsrück-Pfarrer Paul Schneider für eigene, teilweise gegensätzliche Zwecke zu vereinnahmen.

Der Regionalteil "Rheinland" wurde von Mitgliedern des landeskirchlichen Ausschusses für rheinische Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte ehrenamtlich erarbeitet. Die Sachkosten wurden von der Evangelischen Kirche im Rheinland übernommen.

Bildquellen: Karl Barth © Reproduktion Gedenkstätte Deutscher Widerstand (3828); Freie reformierte Synode im Rheinland, Barmen 3./4. Januar 1934 © AEKR Düsseldorf, Fotosammlung (Fotograf unbekannt); 2. Rheinischer Evangelischer Kirchentag in Essen vom 26. bis 29. Juni 1926 © (AEKR Düsseldorf); Fritze © Archiv des Stadtkirchenverbandes Köln.
 

>>21. September 2016: 51. Deutscher Historikertag Hamburg 2016 zum Thema "Glaubensfragen"

Dagmar Pöpping wird in der Sektion "Glaubensfragen im Holocaust: Ergebnisse neuerer Forschungen" unter dem Titel "Zeugen der Vernichtung. Die Kriegspfarrer der Wehrmacht und die Shoah an der Ostfront 1941-1945" Teilergebnisse ihrer im Oktober 2016 in den "Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte" erscheinenden Monografie "Kriegspfarrer an der Ostfront. Evangelische und katholische Wehrmachtseelsorge im Vernichtungskrieg 1941-1945" vorstellen.
 

>>24. Juni 2016: Berufung der Vorsitzenden

Der Rat der EKD hat auf seiner Sitzung am 24. Juni 2016 Prof. Dr. Harry Oelke zum Vorsitzenden und Prof. Dr. Siegfried Hermle zum stellvertretenden Vorsitzenden der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte berufen.
 

>>17. Juni 2016: "1976 - Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz. Schock und Krise für Staat und Kirche". Ein Podiumsgespräch

Die Selbstverbrennung von Pfarrer Oskar Brüsewitz im Sommer 1976 löste große Verunsicherungen und manchen Protest, auch gegen die Kirchenleitung, aus. Sie erhielt zahlreiche Schreiben und sah die meisten Zusendungen als "ernsthafte Versuche, das unfaßbare Geschehen in Zeitz zu begreifen" an. Bischof Werner Krusche führte dazu in seinem Bischofsbericht (Herbstsynode 1976) aus: "Da die KL (= Kirchenleitung) sich nicht in der Lage sah, allen Einsendern von Briefen eine individuelle Antwort zu geben, es aber auch nicht für ausreichend hielt, ihnen lediglich die Stellungnahmen der KL und der KKL (=Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen, das Leitungsorgan des Kirchenbundes) zuzusenden, hat sie allen Einsendern von Zuschriften das Angebot eines Gespräches gemacht.. Dieses mehr als fünfstündige Gespräch, zu dem etwa 100 Personen erschienen waren, fand am 4.10. in Halle statt." Am Ort dieses Gespräches, im Gemeindesaal der Paulusgemeinde, soll nun an diese Aussprache erinnert werden. Neben zeitgeschichtlichen Informationen zu den Hintergründen, sollen in einem Podium Zeitzeugen zu Wort kommen.

Veranstalter: Verein für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen
Beteiligte:  Carsten Krampitz, Dieter Ziebarth, Joachim Jaeger, Otto Rössig
Moderation: Claudia Lepp
Zeit: 17. Juni 2016, 19 Uhr
Ort: Gemeindesaal der Paulusgemeinde in Halle, 06114 Halle (Saale), Robert-Blum-Str. 11
 

>>16. Juni 2016: Buchvorstellung

Im Rahmen einer Veranstaltung des Berliner Staat-Kirche-Instituts wird Claudia Lepp ihr neues Buch "Wege in die DDR. West-Ost-Übersiedlungen im kirchlichen Bereich vor dem Mauerbau" (Wallstein Verlag Göttingen 2015) vorstellen.

Zeit: 16. Juni  2016, Beginn 16.00 Uhr
Ort: Kirchliches Archivzentrum, Bethaniendamm 29
 

>>14. Juni 2016: Neue Ausgabe der "Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte" erschienen


>>Mai 2016: 80 Jahre Denkschrift der VKL II an Hitler

Seit 1935 versuchte das NS-Regime, die Kirchen aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Ziel war es, den Kirchen jeden Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen und ihre Organisationen aufzulösen. Von Presse und Rundfunk wurden sie ausgeschlossen. Kircheneigene Publikationsorgane unterlagen massiven Beschränkungen. Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen wurde den Kirchen entzogen. Hohe Partei- und Staatsfunktionäre äußerten sich in ihren Propagandareden in abfälligster Weise über Christentum und Kirche. Zugleich wurde die evangelische Kirche durch eine Reihe neuer Gesetze einer immer schärfer werdenden Staatsaufsicht unterstellt.

Gegen diese Entwicklung protestierte die evangelische Kirche mehrfach. Ein Dokument aber ragt aus allen Protesten heraus: Die "Denkschrift der Vorläufigen Kirchenleitung an Hitler" von Ende Mai 1936. In dieser Denkschrift wagten es die verantwortlichen Leiter der radikalen Bekennenden Kirche, über den kirchlichen Bereich hinaus auch Kritik an der gesellschaftlichen Entwicklung im nationalsozialistischen Staat zu üben. Es gibt keinen anderen Protest aus der Leitungsebene der evangelischen Kirche, in dem so deutlich gegen Antisemitismus, die Existenz von Konzentrationslagern und die Willkür der Gestapo Stellung bezogen wurde.

Den Führungskräften der Bekennenden Kirche fiel es allerdings nicht leicht, den NS-Staat zu kritisieren. Die meisten hatten sich von der nationalen Begeisterung mitreißen lassen und stimmten partiell mit den Zielen des Nationalsozialismus überein. Zudem war erst im Jahr zuvor nach einem ähnlichen Protest eine Verhaftungswelle über die Bekennende Kirche hereingebrochen. Deshalb durchlief die Denkschrift einen schwierigen Entstehungsprozess, in dessen Verlauf die politischen Aussagen mehr und mehr abgeschwächt wurden. Mehrmals war es fraglich, ob die Denkschrift überhaupt zustande kommen würde. Aus christlicher Verantwortung heraus rang sich die Bekennende Kirche letztlich aber doch dazu durch, die Denkschrift an Hitler weiterzuleiten. Hitler allerdings war nicht bereit, sich von der Bekennenden Kirche belehren oder zu einer Kurskorrektur bewegen zu lassen. Sie erhielt nicht einmal eine Antwort.

Weitere Informationen zu der Denkschrift und ihren Folgen finden Sie unter:  http://de.evangelischer-widerstand.de/?#/karte//D4003/?zoom=7
sowie bei Mirjam Loos: Kirchlicher Protest und die Folgen. In: Ulrike Haerendel/Claudia Lepp (Hg.): Bekennende Kirche und Unrechtsstaat. Bad Homburg 2015, S. 31-54.

Den Text der Denkschrift finden Sie hier: http://de.evangelischer-widerstand.de/?#/karte//D4003/?zoom=1
 

>>März 2016: Neue Kommission berufen

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland hat in seiner 4. Sitzung am 18. März 2016 die Mitglieder der Kommission der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte neu berufen.
Der Kommission gehören an:

Als ordentliche Mitglieder:
PD Dr. Gisa Bauer
Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner
Prof. Dr. Klaus Fitschen
Prof. Dr. Andreas Gestrich
Prof. Dr. Siegfried Hermle
OKR Dr. Roger Mielke
Prof. Dr. Andreas Müller
Prof. Dr. Harry Oelke
Prof. Dr. Antje Roggenkamp
Dr. Kornelia Sammet
Apl. Prof. Dr. Thomas Martin Schneider
Prof. Dr. Eva-Maria Seng

Als ständige Gäste:
Dr. Norbert Friedrich
Dr. Peter Morée
Dr. Henning Pahl
 

>>Dezember 2015: Zweite Förderphase bewilligt

Am 17.12.2015 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft dem Antrag auf Verlängerung der Forschergruppe 1765 "Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989" zugestimmt. Die in München und Göttingen angesiedelte Forschergruppe aus Theologen, Historikern, Politikwissenschaftlern und Juristen untersucht seit 2013 den Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989. In der zweiten Förderphase soll vom 1.10.2016 bis zum 30.9.2019 schwerpunktmäßig die zweite Hälfte der alten Bundesrepublik erforscht werden.

Claudia Lepp ist als Projektleiterin und Harry Oelke als Beiratsmitglied an dem Forschungsprojekt beteiligt.

 

>>Oktober 2015: 50 Jahre Ostdenkschrift

Im Oktober 1965 erschien die bislang bekannteste Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland, die sogenannte Ostdenkschrift, deren voller Titel lautet: "Die Lage der Vertriebenen und das Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen östlichen Nachbarn" (http://www.ekd.de/EKD-Texte/45952.html).

Aus diesem Anlass fand bereits im März im Lutherischen Zentrum in Warschau ein Symposion statt, auf dem seitens der EvAKiZ Claudia Lepp referierte (www.kas.de/wf/doc/kas_16878-1442-1-30.pdf?150923092920). Der Tagungsband liegt inzwischen vor (Na drodze pojednania - 50-lecie Memorandum Wschodniego Kosciola Ewangelickiego w Niemczech / Auf dem Weg zur Versöhnung - Zum 50. Jahrestag der Ostdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland. Warszawa 2015 http://www.ksiegarnia.augustana.pl/008d2/produkt.html).

Konferenz

(Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung, Auslandsbüro Polen)

Am 17. Oktober veranstaltete die EKD zusammen mit dem Polnischen Ökumenischen Rat in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin einen Festakt in Erinnerung an den 50. Jahrestag der Veröffentlichung der Ostdenkschrift. Den Festvortrag hielt Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier über "Versöhnung und Verständigung als Leitlinie politischen Handelns". (https://www.ekd.de/download/20150917_pm161_anlage_steinmeier.pdf)

Am 21. Oktober sendete der Deutschlandfunk einen Beitrag über "Die Wirkungsgeschichte der Ostdenkschrift der EKD" mit Ausschnitten aus einem Interview mit Claudia Lepp. http://www.deutschlandfunk.de/50-jahre-danach-die-wirkungsgeschichte-der-ostdenkschrift.886.de.html?dram:article_id=334508

 

>>September/Oktober 2015: Kommission zu Gast in Kreisau

Die Sitzung der Kommission der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte fand am 30. September und 1. Oktober 2015 in der Internationalen Begegnungsstätte Kreisau/Krzyzowa statt. An diesem historischen Ort beendete die Kommission ihre laufende Amtsperiode, in der im Jahr 2011 die virtuelle Ausstellung "Widerstand!? Evangelische Christinnen und Christen im Nationalsozialismus" online ging.

Informationen zum Kreisauer Kreis finden Sie hier:
http://de.evangelischer-widerstand.de/?#/menschen/KreisauerKreis
http://www.kreisau.de/neues-kreisau/historischer-ort/

 

>>6. Juni 2015: Die Frühgeschichte des Kirchentages

Am 6. Juni fand auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart ein Thementag "Kirchentag - Wurzeln und Anfänge" statt. Die Vormittagsveranstaltung stand unter dem Titel "Fromm und politisch! Eine Idee wächst!". Dort referierten Ellen Ueberschär, Martin Greschat, Martin Cordes, Jochen-Christoph Kaiser, Claudio Kullmann und Rudolf von Thadden. In der Nachmittagsveranstaltung "Fromm und politisch! Eine Bewegung breitet sich aus" referierte Claudia Lepp über "Den Einfluss der Flüchtlingsfrage auf die ersten Kirchentage". Weitere Referenten waren Rudolf von Thadden, Andreas Busch, Katharina Kunter und Thomas Kaufmann.

Die Beiträge sind erschienen in: Ellen Ueberschär (Hg.): Deutscher Evangelischer Kirchentag. Wurzeln und Anfänge. Gütersloh 2017.

Foto: Stefan Fuchs

 

>>Juni 2015: Neue Ausgabe der Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte erschienen

Das Heft 9/2015 ist Ende Juni 2015 erschienen.

 

>>Mai 2015: 50 Jahre Grundsteinlegung Versöhnungskirche

1967 entstand in Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Versöhnungskirche auf dem ehemaligen KZ-Gelände in Dachau, in der zwei Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, eine Mitarbeiterin im Sekretariat, ein Diakon und ein Pfarrer arbeiten, in enger Partnerschaft mit einem katholischen Seelsorger. Sie sind vor allem Ansprechpartner für die Besucher im Gesprächsraum, bieten Führungen und Seminare und gestalten jeden Sonntag den Gottesdienst.

Die Versöhnungskirche wird in ihrer inhaltlichen Arbeit von einem internationalen Kuratorium begleitet, dem auch Claudia Lepp angehört.

Am 8. Mai 2015 wurde in einem Gottesdienst, den der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der EKD Heinrich Bedford-Strohm hielt, der Grundsteinlegung für die Versöhnungskirche am 8. Mai 1965 gedacht.

 

>>Vier neue Biografien online!

In der Ausstellung "Widerstand!?" finden Sie vier neu hinzugekommene Biografien aus dem Bereich Bremen:
 

 

>>Neuer Regionalteil online!

In der Online-Ausstellung "Widerstand!?" finden Sie nun auch Exponate und Texte zu widerständigem Verhalten in der Kirchenprovinz Sachsen und in der Thüringer Kirche. http://de.evangelischer-widerstand.de/?#/zeiten/19331934/?tab=28

 

>>März 2015: EvAKiZ zu Gast bei der Fliedner-Kulturstiftung in Kaiserswerth

Die Frühjahrssitzung der Kommission der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte fand in diesem Jahr am 6. und 7. März in den Räumen der Fliedner-Kulturstiftung in Kaiserswerth statt. Die Fliedner-Kulturstiftung (http://fliedner-kulturstiftung.de/) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das geistige und kulturelle Erbe der Diakonissenmutterhäuser und ihrer Nachfolgeeinrichtungen in der evangelischen Welt zu sammeln und zu bewahren. Damit trägt die Fliedner-Kulturstiftung zu einer aktuellen Profilbildung der "Diakonie in Gemeinschaft" bei. Zu ihren Aktivitäten gehören die Beratung und die Begleitung von Forschungsprojekten in Bibliothek und Archiv, die Organisation von wissenschaftlichen Kolloquien und die Ausstellung im "Pflegemuseum Kaiserswerth". Das Museum präsentiert die lange Tradition der Geschichte der Krankenpflege im 19. und 20. Jahrhundert. Der Vorstand der Stiftung, Dr. Norbert Friedrich, ist ständiger Gast in der Kommission der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. Er hielt am Freitagabend einen Vortrag mit dem Titel "Dienen ohne Lohn? Zur Diakonischen Erinnerungskultur am Beispiel der Diakonissenmutterhäuser im 19. und 20. Jahrhundert". Darin stellte er das von Theodor Fliedner gegründete Modell des Kaiserswerther Diakonissenhauses als zunächst durchaus erfolgreiche Antwort auf die soziale Frage des 19. Jahrhunderts dar. Zudem habe Fliedner erstmals ein attraktives Berufsbild für Frauen geschaffen. Der Expansion der Diakonissenmutterhäuser im 19. Jahrhundert folgte der Niedergang im 20. Jahrhundert. In der anschließenden Diskussion wurden die Gründe dafür unter den Stichworten "Professionalisierungsproblem" und "Individualisierung" diskutiert. Auch die Schwierigkeit, das alte diakonische Selbstverständnis durch ein neues zu ersetzen, war Gegenstand des Gesprächs. Hier geriet die Spannung zwischen diakonischem Autonomieanspruch und wachsender Abhängigkeit von staatlichen Geldern ebenso in den Blick wie zwischen "christlichem Mehrwert" der Diakonie auf der einen und der Notwendigkeit eines "harten ökonomischen Kalküls" auf der anderen Seite.

Norbert Friedrich machte klar, dass Fliedner schon seit den Anfängen der Kaiserswerther Diakonie für eine hausgemachte Erinnerungskultur gesorgt habe, die bis heute das Bild von der selbstlosen Diakonisse präge. Binnengeschichtsschreibung und Selbstheroisierung der Diakonie seien erst in den vergangenen 15 Jahren durch die historische Forschung gebrochen worden.

Von links oben: Prof. Dr. Andreas Müller; Dr. Roger Mielke, Prof. Dr. Detlef Pollack, Dr. Henning Pahl, Prof. Dr. Christiane Kuller, Prof. Dr. Thomas Schneider, Dr. Norbert Friedrich, Prof. Dr. Antje Roggenkamp-Kaufmann: Sitzend: Prof. Dr. Harry Oelke, Prof. Dr. Siegfried Hermle, Prof. Dr. Claudia Lepp

 

>>November 2014: Einen Bericht

über unsere Tagung "Zwischen Verklärung und Verurteilung - Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes nach 1945, 7.11.2014 - 9.11.2014 Berlin" finden Sie in: H-Soz-Kult, 05.12.2014, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5707

 

>>Juni 2014: Neue Folge der "Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte"

Das Heft 9/2015 ist erschienen.

 

>>April 2014: Tagung "Bekennende Kirche und Unrechtsstaat"

Gemeinsame Tagung mit der Evangelischen Akademie Tutzing vom 25. bis 27. April 2014.
Ort: Evangelische Akademie Tutzing
Das Programm finden Sie hier: http://web.ev-akademie-tutzing.de/cms/index.php?id=576&lfdnr=1966&part=detail

Achtzig Jahre nach der Verabschiedung der Barmer Theologischen Erklärung soll nach den politischen Folgen des Verhaltens der Bekennenden Kirche und dessen Beurteilung in den Jahren nach 1945 gefragt werden. In der Nachkriegszeit und der jungen Bundesrepublik galten die Bekennende Kirche und ihre wichtigsten Exponenten als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Dafür waren ihre Proteste und die durch den NS-Staat erlittene Verfolgung ausschlaggebend. Dieses Bild hat sich geändert. Obwohl die Bekennende Kirche die völlige Gleichschaltung der evangelischen Kirche mit dem NS-Staat verhinderte, ist die frühere Beurteilung der oft bitteren Erkenntnis gewichen, dass es auch in der Bekennenden Kirche nur Einzelne waren, die die Herausforderungen des NS-Unrechtsstaates klar erkannten und ihre Stimme gegen die Verbrechen des Regimes erhoben. Auf der Tagung diskutieren Expertinnen und Experten aus Geschichtswissenschaft und Theologie die ganze Bandbreite des Verhaltens der Bekennenden Kirche zwischen Zustimmung, Anpassung und Widerstand im Deutschen Reich und in Bayern. Dabei wird die durch den Einbruch der NS-Ideologie in die Kirche verursachte Formierung der Bekennenden Kirche ebenso in den Blick genommen wie ihre Reaktionen auf die Verbrechen des NS-Regimes.

 

>>April 2014: Fünf neue Biografien aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland online

Folgende Biografien aus dem Raum der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland sind seit dem 24. April 2014 online:

 

>>Oktober 2013:Tagung: Religion und Lebensführung im Umbruch der langen sechziger Jahre

Einen Bericht über die Tagung, die am 1. und 2. Oktober 2013 in Münster stattfand, finden Sie hier: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5112

Ein weiterer Tagungsbericht ist erschienen in: Zeitschrift für Evangelische Ethik 59 (2015), S. 138-142.

 

>>Juni 2013: DFG-Forschergruppe "Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik 1949-1989"